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Poker School

In diesem Kapitel erfahren Sie:

Was sind "short-handed" Spiele?

Das aggressive short-handed Bargeldspiel ist die derzeit weitaus beliebteste Pokervariante im Internet.

Mit nur sechs Teilnehmern sind diese Spiele sehr actionreich, und auch Sie müssen actionreich spielen, um dabei Erfolg zu haben. Einfach herumsitzen und auf gute Blätter warten reicht nicht, wenn Sie hier eine Gewinnchance haben möchten, vor allem wenn Sie die niedrigeren Einsätze bereits hinter sich gelassen haben. Bei dieser Variante müssen Sie eine breite Palette von Blättern aggressiv spielen.

Wie viel Geld benötigen Sie dafür?

Wenn Sie Tische mit höheren Limits beobachten, werden Sie feststellen, dass hier Raises und Re-raises vor dem Flop an der Tagesordnung stehen. Oft wird das gesamte Geld am Flop oder danach in die Tischmitte geschoben – manchmal mit recht fragwürdigen Blättern.

Die Varianz in diesen Spielen kann enorm sein. Folglich sind auch die Anforderungen an Ihre Bankroll einigermaßen hoch.

Wenn Sie Poker mit mittleren bis hohen Einsätzen spielen möchten, sollte Ihre Bankroll 30 Buy-ins oder mehr betragen. Spielen Sie regelmäßig in 6-handed Partien mit Einsätzen von 5$/10$ oder mehr, so bewegt sich eine vernünftige Bankroll in der Größenordnung von 50 Buy-ins. Denn die aggressivsten Spieler gewinnen normalerweise das meiste Geld. Oft reicht schon ihr aggressives Image, um ihre Gegner zum Passen zu zwingen, obwohl sie selbst oft nur ein marginales Blatt haben. Und wenn sie tatsächlich einmal ein großes Blatt haben, können sie abkassieren. Auch in den größten Online-Spielen ist das eine bekannte Tatsache. Daraus entwickelt sich eine Schlacht der Aggressionen, in der jeder versucht, den anderen zum Aufgeben zu zwingen, um selbst die Kontrolle übernehmen zu können.

Anfangsblätter

Suited Connectors, Bildkarten und mittlere Paare sind zwar keine hervorragenden Blätter, Sie sollten mit ihnen aber gelegentlich loose-aggressive Eröffnungsspieler re-raisen – als Ausgleich für die Fälle, in denen Sie mit einem großen Blatt, wie Assen oder Königen, erhöhen. Mit diesen Blättern sollten Sie auch mitgehen, um Ihre Gegner über Ihr Blatt im Ungewissen zu lassen.

Open-limpen sollten Sie so gut wie nie, und zwar unabhängig von Ihrer Position. Ein Raise in der Höhe des drei- bis vierfachen Big Blinds – mit einem beliebigen Blatt, das Sie spielen möchten – verleiht Ihnen die nötige Dynamik, um sich den Pot zu holen, indem Sie am Flop c-betten, wenn Sie gecallt werden. Und wenn Sie nicht gecallt werden, gehören Ihnen die Blinds ohne Showdown.

Ebenso sollten Sie es sich nicht zur Gewohnheit machen, pre-flop passiv hinter einem anderen Limper hinterherzulimpen. Tut Ihr Gegner das gewohnheitsmäßig, sollten Sie in Position mit jedem spielbaren Blatt um etwa das Fünffache des Big Blinds erhöhen, um ihn zu isolieren. Werden Sie gecallt, so c-betten Sie am Flop.

Und wie geht’s weiter?

Wie gesagt, die meisten Pots werden vor dem Flop geraist oder gereraist. Es ist also bereits üblich, dass der letzte Raiser eine Continuation Bet einsetzt. Doch je höher die Limits sind, die Sie spielen, desto häufiger werden Sie auf Spieler stoßen, die auf diese Strategie mit jedem gemachten Blatt mit Floating (d. h. mit einem schwachen Blatt in Position mitgehen in der Hoffnung, sich den Pot später zu holen), Bluff-Raisen oder Smooth-Callen reagieren.

Um dem entgegenzuwirken, streuen Sie zwischen Ihre Continuation Bets Check-Raises und Check-Folds, um Ihre Gegner in die Irre zu führen. Sie sollten auch selbst öfter gegen Gegner floaten, die gezeigt haben, dass sie passen können, wenn es beim Turn aggressiv wird. Entscheidend ist hier – wie bei dieser Pokervariante im Allgemeinen - eher die Spieler als Ihre eigenen Karten zu spielen.

Bei single-raised Pots sind der Turn und der River interessante Straßen, da ein Spieler bei Stacks von 100 Big Blinds, der vor dem Flop erhöht und bei fast jeder Straße annähernd den Pot setzt, normalerweise beim River seinen gesamten Stack in die Mitte geschoben hat. Aus diesem Grund – und da Continuation Betting so weitverbreitet ist – müssen Sie auch relativ oft gegen hartnäckige Gegner am Turn mit Double-Barrel Bluffs vorgehen (vor allem wenn sich das Board ändert oder Sie Outs erhalten).

Am River sollten Sie All-in-Bluffs annähernd so häufig wie Value Bets bei einem großen Blatt ansetzen, was Ihren Gegner vor eine schwierige Entscheidung stellt. Wenn Sie diese grundlegende Strategie beherzigen und bei allen Streets in ausgewogenen Abständen aggressiv spielen, werden Sie ein gefürchteter Gegner sein.